Vortragsveranstaltung

"Gibt es das Insektensterben wirklich?"

Mittwoch, 03. April 2019 - 19.30 Uhr

Das Insektensterben ist eine Tatsache, auch bei uns. Das ergibt eine vom NABU Baden-Württemberg fertiggestellte Auswertung von mehr als 20 wissenschaftlichen Studien aus Baden-Württemberg, Deutschland und Europa. Der Überblick zeigt: Krefeld ist überall. Das Insektensterben ist eine Tatsache, auch bei uns!

Die in den letzten Monaten vielfach zitierte Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, die für mehr als 60 Standorte in Deutschland einen Rückgang der Biomasse der flugaktiven Insekten von über 75 Prozent in knapp 30 Jahren belegt, wird damit durch weitere Fakten aus ganz Europa untermauert. Viele Untersuchungen stellen zudem eine Beschleunigung des Insektenrückgangs seit etwa der Jahrtausendwende fest – eine Beobachtung, die sich mit den Ergebnissen verschiedener ornithologischer Studien deckt.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt nennen immer wieder zwei Hauptgründe für den Insektenrückgang: die Intensivierung der Landwirtschaft und den steigenden Einsatz giftiger Pestizide. Diese Faktoren sind jedoch nur die Spitze des Eisberges. In seinem Vortrag stellt Adam Schnabler vom NABU Karlsruhe, insgesamt 15 Ursachen für den Verlust unserer biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft vor und fordert die Politik zum Handeln auf.

 

Alle NABU-Mitglieder und natürlich auch interessierte Nichtmitglieder sind recht herzlich einladen. Der Eintritt ist frei, eine Spende zur Abdeckung unserer Unkosten sowie für unsere Naturschutzarbeit wird jedoch gerne gesehen.


Ausstellung: Für eine neue Agrarpolitik!

Passend zum Insekten-Vortrag

Jedes Jahr fließen 114 Euro pro EU-Bürgerin und EU-Bürger in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union. Eine ganze Menge Geld!

 

Es macht im Durchschnitt in Deutschland etwa 35 Prozent des Einkommens der landwirtschaftlichen Betriebe aus. Diese Subventionen bestimmen damit ganz wesentlich, wie unsere Lebensmittel produziert werden.

 

Doch leider bleibt am Ende für Natur und Umwelt wenig übrig. Landwirtschaft lohnt sich meist nur für den, der das Maximum aus seinen Feldern oder Tieren herausholt, mit viel Dünger und Pestiziden.

 

Wir wollen, dass Ihre jährlichen 114 Euro sinnvoll für Natur und Landwirtschaft ausgegeben werden. Mit unserer NABU-Agrarkampagne wollen wir bis zur Europawahl im Mai 2019 die längst fällige Agrarwende einläuten.

 

Schreiben Sie ihrem EU-Abgeordneten ihre Wünsche für eine naturverträgliche Landwirtschaft!

Schauen Sie sich Ihre Region an: Was müsste anders gemacht werden? Was würde den Tieren und Pflanzen der Agrarlandschaft am meisten helfen?

 

Um teilzunehmen, klicken Sie bitte auf diesen Link: https://mitmachen.nabu.de/meine114euro