Weißstörche für Haigerloch

Projekt 2: Weildorf - Standort beim Schuppen Eger, Lehgasse

Foto: Roland Tichai, naturgucker.de
Foto: Roland Tichai, naturgucker.de

Nachdem sich herumgesprochen hatte, dass die Arbeiten in Hart (mit Corona-Sonderauflagen) Fortschritte machten, meldete sich Tobias Lapp bei uns und berichtete von Gesprächen in Weildorf, wonach im Ortschaftsrat die Errichtung einer Nisthilfe auch in Weildorf angeregt werden sollte.
Wir hatten zwar über den Kreisverband bereits LPR-Mittel dafür beantragt,  die Umsetzung des Projekts in Weildorf, zu dem wir den Narrenverein und den OGV mit ins Boot holen wollten, jedoch aus Kapazitäts-gründen auf 2021 verschieben wollen.

Jetzt war diese Initiative natürlich ein "g'mähtes Wiesle" und wir sagten selbstverständlich zu, das alles gemeinsam zu planen und durchzuführen. In Corona-Zeiten natürlich alles nicht ganz so einfach ...

 

erstes Treffen am 19.06.2020 - Foto: Tobias Lapp
erstes Treffen am 19.06.2020 - Foto: Tobias Lapp

Zu einem ersten Treffen am 19.06. trafen wir uns dann zu einer ersten Besprechung am Hagastall - im Freien und weitgehend Corona-gerecht. Bei einem Rundgang wurden denkbare Nest-Standorte angeschaut und das weitere Vorgehen festgelegt:

Es sollte eine Arbeitsgruppe aus Vertreter*innen des Ortschaftsrats, des OGV, des Narrenvereins und der NABU-Gruppe gegründet werden, die dann die Arbeiten koordinieren soll.

Klar war von vornherein, dass alles auf naturschutz-fachlich korrekter Grundlage unter Einbeziehung der Storchen-Beauftragten Ute Reinhard geplant werden sollte.


Am 28. Juli trafen wir uns dann mit ihr zu einem Rund-gang, an dessen Ende die Festlegung des Standorts stehen sollte. Bei der Standortwahl muss die Nähe zu Stromleitungen ausgeschlossen werden, außerdem dürfen sich keine Maisfelder in unmittelbarer Nestnähe befinden, weil die Jungen nicht mehr heraus finden, wenn sie dort versehentlich hinein geraten.

Nachdem zwei andere "angedachte" Plätze nicht mehr zur Verfügung standen, wurde schließlich das Grundstück beim Schuppen von Dietmar Eger in der Lehgasse als gut geeignet empfunden, der bereits im Vorfeld signalisiert hatte, dass er das gerne zur Verfügung stellen würde.

Rundgang mit Ute Reinhard am 28.07.2020 - Foto: Hurm
Rundgang mit Ute Reinhard am 28.07.2020 - Foto: Hurm

In der Folgezeit ging es dann unter anderem ans Spenden-Sammeln: Obwohl der NABU-Kreisverband zugesagt hatte, einen Teil der beantragten Landschaftspflegemittel zur Verfügung stellen zu können, war zum einen unklar, in welchem Umfang das der Fall sein würde, zum anderen musste ja immerhin noch der ohnedies erforderliche Eigenanteil finanziert werden. Hierzu ist auch ein Flyer entstanden, der dann besonders in Weildorf verteilt wurde.

 

Ende Oktober war es dann soweit: Alles war fertig vorbereitet und wir konnten zur Tat schreiten - wenigstens der untere Teil des Mast konnte gestellt werden, solange die Nisthilfe selbst noch bei der Schlosserei in Arbeit war.

Armin zeichnet das Loch fürs Fundament aus
Armin zeichnet das Loch fürs Fundament aus
Loch fertig ...
Loch fertig ...
Mast im Anmarsch
Mast im Anmarsch
hoch mit dem Ding ...
hoch mit dem Ding ...
jetzt geht's ans Ausrichten
jetzt geht's ans Ausrichten
passt!
passt!
Schon ist der Bagger da
Schon ist der Bagger da
vorbereitende Arbeiten zum Ausrichten des Masts
vorbereitende Arbeiten zum Ausrichten des Masts

Schnell zeigte sich, wie gut die ganzen Arbeiten vorbereitet waren: Den Mast selbst konnte Jürgen von den Stadtwerken Balingen vor dem Verschrotten "retten", Richard Kirn schweißte Stabilisierungsbleche an den Teil, der im Fundament versenkt werden sollte und die aktiven Weildorfer kümmerten sich um die Maschinen, den Fundamentplan und alle notwendigen Gerätschaften. Gut, dass Dietmar Eger und Wolfgang Götze die erforderlichen Großgeräte hatten und dass Leute "vom Fach" mitarbeiteten und immer wieder dafür sorgten, dass alles fachgerecht durchgeführt werden konnte.

 

... und rein ins Loch
... und rein ins Loch
noch ein Stück ...
noch ein Stück ...

 

Jetzt noch die Baustahlmatten bereit gelegt, dann konnte der nachmittägliche Arbeitseinsatz beendet werden - das Vesper war verdient und der Samstag konnte kommen!

 

 

 

Am 24.10. waren die Betonarbeiten angesetzt, die Lieferung zugesagt und alles rechtzeitig vorbereitet.

 

 


vorsichtig zurück ...
vorsichtig zurück ...
Martin weiß genau, wie's geht!
Martin weiß genau, wie's geht!
jetzt noch die Flurschäden beseitigen ...
jetzt noch die Flurschäden beseitigen ...
... und dann konnte es losgehen
... und dann konnte es losgehen
auch der Glattstrich wird nicht vergessen
auch der Glattstrich wird nicht vergessen
... und den Dreck von der Straße kratzen
... und den Dreck von der Straße kratzen

Ende November war dann auch der Nistkorb fertig und in der Schlosserei wurde dieser gleich noch fachgerecht auf dem oberen Mast-Stück befestigt.

 

Dann kam Karola zum Zug: Auf Anraten von Ute Reinhard und nach ihrer Anleitung wurden einige flexible Zweige in das Gitter eingeflochten, die es den Störchen erleichtern soll, ihr Nest selbst fertig zu bauen. Früher wurden komplette Nester eingebaut, doch das hatte sich zwischenzeitlich sogar als nach-teilig herausgestellt.

 

Nur wenige Tage später, am 28. November war es dann so weit: Die Nisthilfe konnte endlich fertiggestellt werden. Welch ein Glück, dass Achims Kranwagen nur einen Steinwurf entfernt "wohnt" ...

Der Rest war dann nur noch Maßarbeit!


Allen ein dickes DANKESCHÖN, die an der Planung und der Durchführung der Arbeiten beteiligt waren und/ oder Geräte zur Verfügung gestellt hatten! Nachdem auch das Spendenkonto zwischenzeitlich auf eine stolze Summe angewachsen war und der NABU-Kreisverband überraschend viel aus den beantragten LPR-Mitteln zur Verfügung stellen konnte, kann man jetzt in Ruhe die nächsten Schritte planen. Angedacht ist noch so einiges ...

 

 

NB:       Sämtliche Fotos, die die Arbeitseinsätze dokumentieren, sind von Markus Gauss und Tobias Lapp.