Nächstes Projekt: Weißstörche für Haigerloch

Teil 1: Hart, Standort nahe Gärtnerei Fechter

Störche auf der Weilheimer Kirche - Foto: A.Spatzal, HZ Hechingen
Störche auf der Weilheimer Kirche - Foto: A.Spatzal, HZ Hechingen

Nachdem sich im Jahr 2017 nach 70 Jahren ein Weißstorch-Paar den Weilheimer Kirchturm wieder zurückgeholt hatte, dort in den letzten zwei Jahren erfolgreich Junge großziehen konnte und seither auch immer mehr Weißstörche im Haigerlocher Raum gesichtet wurden, hatten wir die Idee, nach geeigneten Nistplätzen mit dazugehörigen Nahrungsgebieten in nächster Umgebung zu schauen.

Nach den ersten konkreteren Überlegungen luden wir Ute Reinhard, die Storchen-Beauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen, zu uns ein und sie hielt sowohl Hart als auch Weildorf für geeignet, eine Nisthilfe zu errichten. Hart schien uns schnell umsetzbar zu sein und so nahmen wir dieses Vorhaben noch 2019 in Angriff.

Die Gärtnerei Fechter stellte uns ihr Grundstück am Rand von Hart zu Verfügung und dann konnte es losgehen.

 

Details in Stichworten:
→ ca. 9 Meter hohe Weißtanne - von der Stadt zur Verfügung gestellt, noch im Winter in Hart geschlagen
→ Fundament-Armierungen und Statikplan - gestiftet von der Firma Schwörer in Stetten
→ Betonarbeiten - logistische und finanzielle Unterstützung von der Firma Edbauer in Gruol
→ verzinkter Metallkorb - bei Wyland & Kohle in Gruol in Auftrag gegeben
→ Hilfe beim Transport - Dieter Klingler aus Hart war gerne bereit

Über den Winter wurde das  Fundament ausgegraben und der Stamm geräppelt ...

 

Baumstamm im Harter Wald, bereit zur Abholung - Foto: H.Fuchs
Baumstamm im Harter Wald, bereit zur Abholung - Foto: H.Fuchs
Der erste "Spatenstich", Sigge auf dem Kleinbagger - Foto: H.Fuchs
Der erste "Spatenstich", Sigge auf dem Kleinbagger - Foto: H.Fuchs

Fertig ist das Loch - Foto: H.Fuchs
Fertig ist das Loch - Foto: H.Fuchs
Räppel-Arbeiten im Januar - Foto: S.Fechter
Räppel-Arbeiten im Januar - Foto: S.Fechter

Und dann kam Corona und bremste uns aus - so dass wir nur sehr "gebremst" und mit maximal zwei Personen weitermachen konnten ...

 

30. März: Die Armierungen sind gekommen
30. März: Die Armierungen sind gekommen
... und einen Tag später der Beton - Fotos: H.Fuchs
... und einen Tag später der Beton - Fotos: H.Fuchs

Am 9. Mai konnten wir endlich die End-Montage vornehmen:

Mit Genehmigung der Stadt und unter Einhaltung sämtlicher Corona-Vorschriften hinsichtlich Personenzahl, Abstand und Masken wurde der Mastkorb auf dem Baumstamm befestigt und danach schließlich alles miteinander nach oben gezogen. Zimmermeister Achim Pfister aus Gruol war die entscheidende Hilfe - ihm und seinem Manitou sei Dank!

 

Nistkorb kurz vor der Montage
Nistkorb kurz vor der Montage
eine Tonne Gewicht hängt am Haken
eine Tonne Gewicht hängt am Haken

gerade hoch genug - dann rutscht er rein
gerade hoch genug - dann rutscht er rein
sitzt ...
sitzt ...

jetzt muss noch verschraubt werden
jetzt muss noch verschraubt werden
endlich kann Sigge den Haken lösen
endlich kann Sigge den Haken lösen

(alle Fotos: E.Lohmüller)

 

Foto: S.Fechter
Foto: S.Fechter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, haben fertig! Der Mast steht und Sigge kann noch einen letzten Blick aus seinem luftigen "Hochsitz" auf das Vollbrachte werfen - und natürlich ein Belegfoto anfertigen ...

Foto: E.Lohmüller
Foto: E.Lohmüller

 

Jetzt fehlt noch die Infotafel. Die offizielle Einweihung wird Corona-bedingt auf  einen besseren Zeitpunkt verschoben. Doch das nächste Projekt in Weildorf steht auch schon bevor ...